| Berufsnavigator steuert durch den Ausbildungsozean |
| Dienstag, 2. März 2010 | |
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In der letzten Woche fand erstmals an unserer Schule der Berufsnavigator statt. Der Berufsnavigator soll bei der Berufswahlfindung helfen.
Zuerst wird in einer Vorstellung genau erklärt, wie der Test ablaufen wird. Die Schülerinnen und Schüler finden sich in Gruppen zusammen, in denen jeweils vier Personen sind. Dabei ist es wichtig, dass sich Personen zusammenfinden, die sich sehr gut kennen und die Stärken und Schwächen der jeweiligen Person bewerten können. Zudem sollten die Jugendlichen unbeeinflusst bewerten, damit auch wahrheitsgemäße Ergebnisse entstehen können. Man sollte beispielsweise nicht aus reiner Sympathie heraus eine sehr gute Einschätzung geben oder eine schlechtere Bewertung verteilen, wenn man am Tag davor Streit mit der besten Freundin hatte. Jede/r Schüler/in bekommt einen Handsender, auf dem unterschiedliche Zahlen sind. Die Auswahlmöglichkeiten sind auf die Schulbenotung aufgebaut. Allerdings bezeichnet die Note 1 die in der Schule als sehr gut gilt, eine mehr als außergewöhnliche Note (nur eine Person aus einer großen Gruppe). Die Auswahlmöglichkeit „Durchschnittlich“ wird am häufigsten gewählt, daher wurde uns geraten, diese Note mit Bedacht auszuwählen. Es gibt nur zwei Auswahlmöglichkeiten, die als negativ bezeichnet werden. Denn der Navigator soll größtenteils die Stärken und nicht die Schwächen in den Vordergrund stellen. Die persönliche Einschätzung wurde von den drei Mitgliedern und der Person, die bewertet wurde, durchgeführt. Insgesamt gibt es 50 Fragen, die mit einer Note bewertet werden sollen. Zu diesen Merkmalen gehören zum Beispiel Pünktlichkeit, Raumvorstellung, Sprachbegabung und körperliche Ausdauer. Erst wenn alle Mitglieder eine Einschätzung abgegeben haben, wird mit der nächsten Frage begonnen. Durchschnittlich dauert dieser Test circa eine Stunde, je nach dem, wie schnell die Beantwortung der Fragen erfolgt. Anschließend wird anhand der gegebenen Bewertung ein Stärkenprofil erstellt. Eine eigens dafür entwickelte Software erstellt aus den Beurteilungen ein individuelles Stärkenprofil für jede Schülerin oder jeden Schüler. Dieses wird mit Anforderungsprofilen von über 250 Berufen abgeglichen. Heraus kommt eine Liste von zehn Berufen, die in ihren Anforderungen mit dem Stärkenprofil übereinstimmt. Nach Auswertung des Stärkenprofils und der Berufsliste erhalten die Schülerinnen und Schüler eine etwa 90 minütige Beratung durch Berufsberater. Die Beraterinnen und Berater sind eigens für den Berufsnavigator geschult worden. In dieser Beratung werden die individuellen Übersichten besprochen, wobei die persönlichen Interessen mit einbezogen werden. Wichtig hierbei ist, dass die Schülerinnen und Schüler Berufe kennen lernen, die ihnen zuvor unbekannt waren. Meiner Meinung nach hat der Berufsberater eine sehr genaue Erklärung über die Auswertung gegeben. Bei Nachfragen hat er ausführliche Antworten gegeben. Wenn jemand eine genauere Vorstellung über einen Beruf haben wollte, war das kein Problem. Denn es gab zu jedem Beruf eine ausführliche Erklärung, die je nach Bedarf in die Liste der Berufe eingefügt werden konnte. Zudem finde ich es gut, dass die Beratung in den jeweiligen Gruppen stattfindet, so kann gezielt auf jeden Schüler/in eingegangen werden. Am Ende des Gesprächs hat jeder ein Teilnahmezertifikat erhalten, dieses kann zum Beispiel der Bewerbung beigelegt werden. Zudem hat jeder die Auswertung und die Berufsliste bekommen. Insgesamt finde ich es sinnvoll bei dem Berufsnavigator teilzunehmen, da man viele neue Anregungen in der Berufswahl bekommt. Besonders hat mir die ausführliche und nette Beratung gefallen. Allerdings denke ich, dass der Berufsnavigator wenig bringt, wenn die Personen die sich gegenseitig bewerten sich nicht gut kennen.
Sina Schekelmann |
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 2. März 2010 ) |