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Einrichtung einer Laptop-Klasse an der Verbundschule?
Freitag, 18. Juni 2010
img_3463.jpgIch möchte in diesem Text meine Meinung dazu sagen, ob es sinnvoll ist, eine Laptop-Klasse an unserer Schule einzurichten. Ich bin Schüler der Zehnten und meiner Meinung nach ist es keine gute Idee, eine solche Klasse einzuführen, denn mit PCs und anderen technischen Geräten hat man immer ein Problem: Nämlich, dass sie nicht vernünftig laufen. Bei 25 Laptops in einer Klasse gibt es immer mindestens einen, der nicht funktioniert, weil z.B. etwas nicht richtig installiert wurde, Dateien fehlen oder man sich im Internet einen Virus eingefangen hat.  

 

 Solche oder ähnliche Probleme können aber natürlich auch bei anderen Geräten auftreten, wie beispielsweise einem Beamer, der mal wieder genau dann nicht funktioniert, wenn man etwas vorführen möchte. Genau diese Probleme halten den Unterricht natürlich massiv auf, denn ich bezweifle, dass es in jedem Raum oder in jeder Klasse einen Fachmann gibt, der diese Probleme auf der Stelle lösen kann. Und wenn man jedes Mal erst irgendwen auftreiben muss, der bestenfalls selbst an der Schule arbeitet, kann es je nach Problem trotzdem 20 Minuten dauern, bis es behoben ist.

 

Mal abgesehen von den technischen Mängeln könnten auch bei Schüler Mängel entstehen. Wenn man Texte immer nur am PC mit Schreibprogrammen verfasst, die die Rechtschreib- und Grammatikfehler alle, oder zumindest viele, automatisch verbessern, verlernen die Schüler, selbst darauf zu achten. Da es sowieso schon viele Schüler gibt, die auch ohne Schreibprogramme Grammatik- und Rechtschreibfehler machen, wird die Anzahl der sogenannten “LRS”-Schüler noch sehr viel mehr ansteigen, da es, wenn man mit dem PC schreibt, im Grunde ja gar keinen mehr zu interessieren braucht, wie etwas richtig geschrieben wird. Im Endeffekt wird ja sowieso alles richtig.

Am bedenklichsten ist aber meiner Meinung nach, dass die Schüler im Unterricht eigentlich alles mit dem Laptop machen können, was sie wollen, wenn der Lehrer nicht gerade hinter ihnen steht. Wenn der Lehrer eine Aufgabe gibt, ist es nicht nachzuvollziehen, ob der Schüler auch wirklich an der Aufgabe arbeitet oder im Internet surft und sich auf irgendwelchen Internetplattformen vergnügt. Außerdem wäre es auch möglich, dass die Schüler dank ICQ, Yoolity oder anderen Kommunikationsebenen während des Unterrichts kommunizieren, sich Dateien zuschicken oder anderes machen und so natürlich nicht viel vom eigenen Unterricht mitbekommen. Natürlich weiß ich, dass man mit Hilfe des Internets viele nützliche Informationen sammeln kann. Wenn man jedoch bedenkt, was sich der einfallsreiche Schüler für Suchbegriffe einfallen lassen kann, wenn man z.B. im Deutschunterricht über die Gentechnik redet und kurz darauf Bilder von irgendwelchen mutierten Tieren in der Klasse die Runde machen, weiß ich nicht, ob das wirklich zum Unterricht beiträgt.

Ich hoffe nun, meine Argumente gegen die Einführung einer Laptop-Klasse waren überzeugend und man entscheidet sich, unsere Klassen so zu lassen wie sie sind.

 

 

Martin Rommelmann

Klasse: 10b

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 22. Juni 2010 )
 
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